Lovestory Bettina & Alexander

Lovestory Bettina & Alexander

Nach meinem Studium hatte ich mich bei der Polizeiakademie beworben und wurde – zu meinem Glück – auch sehr schnell angenommen.

Als ich auf dieser Akademie war, wurde ich für den Streifendienst eingeteilt.
Es gab eine Vorbesprechung mit allen Neulingen und einigen Polizisten, die schon eine lange Zeit im Dienst sind. Wir trafen uns in einem Raum. Der Vorsitzende begrüßte alle und erzählte etwas über die weiteren Schritte. Als er die Polizisten vorstellte, die unsere Ansprechpartner in den verschiedenen Dienststellen wären, viel mir einer davon besonders auf.
Ich war hin und weg. Total perplex. Nachdem das informelle geklärt war, wurden alle Namen vorgelesen und man wurde an die verschienen Stellen aufgeteilt. Natürlich hoffte ich insgeheim, dass der hübsche Mann mein Ansprechpartner werden würde. Doch wie immer wollte das Schicksal nicht auf meiner Seite sein und ich kam in die Gruppe einer Polizistin, die von Anfang an schon sehr streng wirkte.

Meine ersten Wochen vergingen und ich fühlte mich sehr unwohl in dieser Dienststelle. Ich habe so gehofft nette Kollegen zu haben, mit denen man auch privat etwas unternehmen könnte. Aber das war hier nicht möglich. An einem Freitag wurde dann mein Traum wahr und ich wurde aus geschäftlichen Gründen an eine andere Dienststelle versetzt.
Montagmorgen ging ich zu der mir genannten Adresse und führte meine übliche Routine durch. Was ich dann sah, konnte ich kaum glauben. Der Polizist, Alexander, der mir auf Anhieb so gut gefallen hatte, lehnte am Türrahmen und sah mir zu. Er begrüßte mich als ich ihn ansah und zeigte mir anschließend alles.

Ich lebte mich richtig gut in der Dienststelle ein. Die meisten Einsätze und Rundfahrten machte ich mit Alexander zusammen. Ob es Zufall war oder nicht, konnte keiner wirklich sagen. Durch die viele Zeit, die man zusammen im Auto verbrachte, lernten wir uns immer mehr kennen. Irgendwann kamen dann die Einsätze, bei denen man sich 100% auf den Anderen verlassen musste. Ich war wirklich begeistert von ihm. Er konnte gut zuhören, schien mir zu vertrauen und sah dazu auch noch super aus. Auf einer nächtlichen Tour im Auto fragte er mich nach einem Treffen. Natürlich stimmte ich zu. Auch wenn ich etwas aufgeregt war. Denn obwohl wir schon so viel Zeit miteinander verbracht haben, ist so ein persönliches Treffen noch mal etwas anderes.
Wir verabredeten uns in einem Restaurant und redeten die ganze Nacht hindurch, bis der letzte Kellern uns darauf hinwies, dass sie schließen wollten.

Diese Treffen wiederholten sich nun immer öfter. Erst einmal die Woche, dann öfter. Irgendwann gingen wir jeden Tag nach der Schicht zusammen essen. Und ehe wir uns versehen konnten, hatten wir uns ineinander verliebt.

Unsere Beziehung lief ein Jahr lang wunderbar. Der Job machte jetzt noch mehr Spaß, wenn man den Anderen den ganzen Tag um sich hatte.
Doch dann bekam er ein Angebot aus München. Sein Chef ließ ihm keine Entscheidungsmöglichkeit und er musste nach dorthin ziehen. Für eine Fernbeziehung kannten wir uns erst zu kurz.

2 Jahre ohne ihn vergangen. Wir schrieben ab und zu mal. Alexander versuchte immer wieder Kontakt zu mir aufzubauen, doch ich wies ihn ab.
Eines Morgens war ich in meiner Dienststelle und tat die gleichen Dinge wie jeden Morgen.
Als ich mich umdrehte, stand er da. Wie bei meinem ersten Tag.
Er lehnte am Türrahmen und sah mir einfach zu. Nach einem langen Arbeitstag saßen wir in unserem Lieblingsrestaurant und er erzählte mir von seiner Kündigung (was der Grund war, weshalb er wieder hier sei) und von der Hochzeit seiner Arbeitskollegin. Bei der Hochzeit war ein Fotograf gewesen, der unglaublich schöne Fotos von dem ganzen Tag gemacht hatte. Und als er sich die Fotos auf der Arbeit ansah und bemerkte, wie glücklich die Braut darüber war, wusste er, dass er nur mich heiraten will. Nach diesem Gespräch war alles wieder wie früher. Nur fühlte ich mich noch besser in seiner Nähe.
Wir nahmen uns eine gemeinsame Wohnung und lebten dort glücklich.
Mein Glück wurde dann durch den wunderschönsten Antrag vollkommen, den man sich vorstellen kann. Er fragte sogar seine Arbeitskollegin nach dem Fotografen, damit auch unsere Hochzeit unvergessen bleibt und wir für immer eine Erinnerung daran haben.

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